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Samstag, 19. November 2016

Doris Knecht - Gruber geht



Warum es sich zu lesen lohnt:

 

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es keines dieser "Arschloch bekommt Diagnose einer tödlichen Krankheit und wird dadurch zu einem besseren Menschen" Geschichten ist. Doris Knecht beschreibt Gruber mit viel Humor und Ironie, sie lässt einen teilhaben an seiner Selbsterkenntnis und dem, was die Krebsdiagnose mit ihm macht, ohne dabei kitschig zu werden. Das Buch macht Spaß, auch wenn es ein ernstes Thema behandelt. Mir hat dieser  Gegensatz gefallen.

Wenn es schon ein bisschen länger her ist, dass ich ein Buch gelesen habe, über das ich hier schreibe, dann suche ich mir gern die unterstrichenen Stellen heraus. Sie rufen mir schnell wieder ins Gedächtnis, warum ich das Buch lesenswert fand.

"Sich etwas nicht vorstellen zu können, ist nun eben einmal nicht Grund genug, um davon verschont zu bleiben."

Grubers Leben wird komplett auf den Kopf gestellt und ich habe gerne gelesen, wie er versucht damit klarzukommen.

Inhalt:

"In Doris Knechts Debütroman geht es dem Karrieristen Gruber an den Kragen. Der Manager, Mitte dreißig, hat sich sein Leben zwischen Topjob, Flughafenlounges, Designappartement und Bettgeschichten hübsch ein­gerichtet. Er gefällt sich als zynischer Bescheidwisser, der seine Geliebte auch schon mal zum Weinen bringt, damit sie lernt, was die Realität von TV-Soaps unterscheidet. Dass er sich aber selbst mit einem coolen, sexy Super­helden verwechselt, dass er dann doch ein bisschen kleiner und schwächer ist als die Realität, das muss Gruber erfahren, als ein Tumor in seinem Bauch entdeckt wird. Gruber säuft, feiert durch und prügelt sich. Gruber macht Selbsterfahrung und Chemotherapie. Und Gruber verliebt sich. Schließlich wird er wieder heil. Aber er ist am Ende kein besserer Mensch. Vielleicht nur ein bisschen offener, liebevoller und kompromissbereiter. Vielleicht.
Schmissig und pointenreich treibt Doris Knecht ihren höchst neurotischen und oft komischen Helden voran, bis in die Arme einer schlauen Berliner DJane – die in Gruber irgendetwas sieht, was nicht einmal Gruber selbst in sich sehen kann, und die sich ebenfalls mordsmäßig verliebt ... Ein vielschichtiger Roman voller Witz und Wut. Und ein Held, in dem sich jeder wiedererkennt – auch wenn er gar nicht will."
 Quelle: http://www.rowohlt.de/hardcover/doris-knecht-gruber-geht.html

 

Über das Buch: 

 

Rowohlt Verlag
ISBN: 978-3-87134-691-0
240 Seiten
Hardcover 16,95 €